Judo-Skandal: Georgischer Kämpfer rechtfertigt brutalen Übergriff auf deutschen Athleten

Nach einem brutalen Übergriff des georgischen Judokas Akaki Japaridze auf den Deutschen Timo Cavelius zeigt sich die Judo-Community geschockt.

Judo-Skandal: Georgischer Kämpfer rechtfertigt brutalen Übergriff auf deutschen Athleten

September 12, 2026

Sebastian Krämer

Ein Vorfall, der die Judo-Welt erschüttert

Die Judo-Community steht unter Schock nach einem gewalttätigen Vorfall, der sich während eines Wettkampfs ereignete. Der georgische Judoka Akaki Japaridze hat seinen deutschen Gegner Timo Cavelius nach einem Kampf schwer verletzt und dabei dessen Kiefer gebrochen. Die Reaktionen auf diesen Übergriff sind ebenso heftig wie die Tat selbst.

Der Vorfall im Detail

Der 24-jährige Japaridze, der für den JC Leipzig kämpft, verlor den Wettkampf gegen Cavelius vom TSV Abensberg. Nach dem Kampf kam es zu einer Eskalation: Japaridze schlug plötzlich auf Cavelius ein und fügte ihm schwere Verletzungen zu. Der Deutsche Judo-Bund (DJB) hat diese Attacke scharf verurteilt und spricht von einem „massiven Übergriff“, der in keiner Weise mit sportlichem Verhalten vereinbar sei.

In einer Instagram-Nachricht versuchte Japaridze, sein Verhalten zu erklären. Er betonte, dass seine Aggression nicht aus emotionalen Gründen resultierte, sondern durch angeblich ehrverletzendes Verhalten seines Gegners provoziert wurde. „Ich habe mich als Georgier und als Mann beleidigt gefühlt“, schrieb er und stellte klar, dass solche Provokationen im Sport nicht akzeptabel seien.

DJB reagiert empört

Der Deutsche Judo-Bund zeigte sich fassungslos über die Aussagen des Georgiers und die Unterstützung, die er von einigen internationalen Judostars erhielt. „Eine Relativierung oder gar Verteidigung dieser schwerwiegenden Körperverletzung ist für uns nicht tolerierbar“, erklärte der Verband in einer offiziellen Stellungnahme.

Timo Cavelius wurde umgehend nach dem Vorfall in der Leipziger Universitätsklinik operiert. Sein Kiefer wurde mit drei Platten fixiert, was eine lange Pause von zehn bis zwölf Wochen zur Folge hat, bevor er wieder kämpfen kann. In einem Interview äußerte sich Cavelius optimistisch über seinen Heilungsprozess: „Ich bin auf dem Weg der Genesung.“ Dennoch betonte er auch: „Selbst wenn mein Jubel negative Emotionen ausgelöst haben sollte, kann dies einen solchen Gewaltexzess weder erklären noch rechtfertigen.“

Ein Appell an den Sport

Dieser Vorfall wirft nicht nur Fragen zur Sicherheit im Sport auf, sondern auch zur Verantwortung von Athleten gegenüber ihren Mitstreitern. Der DJB fordert eine klare Haltung gegen Gewalt im Sport und appelliert an alle Beteiligten, sich für Fairness und Respekt einzusetzen.

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