Gianni Infantinos Weltreise: Ein Fußballpräsident auf den Spuren der WM

FIFA-Präsident Gianni Infantino reiste während der WM 2026 fast drei Erdumrundungen im Privatjet und besuchte über 40 Spiele.

Gianni Infantinos Weltreise: Ein Fußballpräsident auf den Spuren der WM

Juli 20, 2026

Niklas Reinhardt

Ein Präsident in der Luft: Gianni Infantinos außergewöhnliche Reise zur WM 2026

Die Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika wird nicht nur als sportliches Großereignis, sondern auch als Schauplatz für die beeindruckenden Reisen von FIFA-Präsident Gianni Infantino in Erinnerung bleiben. In nur 39 Tagen besuchte er über 40 Spiele und legte dabei eine Strecke zurück, die fast drei Erdumrundungen entspricht – insgesamt rund 112.000 Kilometer. Diese bemerkenswerte Mobilität wurde durch den Einsatz eines Privatjets ermöglicht, der ihm erlaubte, von Stadion zu Stadion zu fliegen und dabei kaum Zeit zu verlieren.

Infantino nutzte einen Gulfstream G650ER, einen der luxuriösesten Privatjets weltweit, um seine Reisen zu bewältigen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 980 Kilometern pro Stunde und einem Kabinendruck, der die Auswirkungen von Jetlag minimiert, war dieser Jet ideal für seine hektischen Zeitpläne. Die Maschine bietet Platz für bis zu 13 Passagiere und ist mit Annehmlichkeiten ausgestattet, die selbst den höchsten Ansprüchen genügen.

Einer der herausforderndsten Tage für Infantino war der 26. Juni, an dem er über 8.850 Kilometer zurücklegte. Zunächst flog er nach Dallas, um die jordanische Nationalmannschaft zu treffen, bevor es weiter nach Seattle ging, wo das Spiel zwischen Ägypten und Iran stattfand. Nach einem weiteren Nachtflug kehrte er schließlich nach Miami zurück.

Trotz seiner beeindruckenden Reiseroute blieb Infantino nicht ohne Kritik. Während Fans über hohe Ticketpreise klagten – einige Plätze kosteten bis zu 10.990 US-Dollar – wurde sein ständiges Auftauchen in verschiedenen Stadien zum Gesprächsthema unter Fußballanhängern.

Infantinos Präsenz während des Turniers war unübersehbar; er saß oft neben prominenten Persönlichkeiten wie US-Präsident Donald Trump oder Fußballlegenden wie Ronaldo auf den Tribünen. Seine häufigen Auftritte machten ihn zu einem bekannten Gesicht des Turniers und sorgten dafür, dass seine Aktivitäten in sozialen Medien rege diskutiert wurden.

Trotz seines Engagements wurde unter seiner Führung die WM zunehmend kommerzialisiert. Die Ticketpreise waren inflationsbereinigt höher als bei früheren Turnieren, was bei vielen Fans Unmut auslöste. Diese Entwicklung wirft Fragen zur Zukunft des Fußballs auf: Wie viel sind Fans bereit zu zahlen? Und wie beeinflusst dies das Erlebnis eines jeden Einzelnen?

Eines ist klar: Gianni Infantinos Reisen während der WM verdeutlichen die Vorteile des Reisens im Privatjet für hochrangige Funktionäre im Sportbusiness. Neben dem Komfort bietet diese Art des Reisens vor allem eine erhebliche Zeitersparnis – ein entscheidender Faktor in einem so dynamischen Umfeld wie einer Weltmeisterschaft.

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