Uli Hoeneß kritisiert Ticketpreise und Nagelsmanns Teamaufstellung vor der WM

Uli Hoeneß äußert scharfe Kritik an den hohen Ticketpreisen für die WM sowie an Julian Nagelsmanns Kaderplanung.

Uli Hoeneß kritisiert Ticketpreise und Nagelsmanns Teamaufstellung vor der WM

Mai 6, 2026

Clara Vogt

Hoeneß äußert Unmut über exorbitante Ticketpreise

Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat in einem aktuellen Interview mit DAZN seine Empörung über die extrem hohen Ticketpreise für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zum Ausdruck gebracht. Der 74-Jährige kündigte an, aufgrund dieser Preispolitik auf eine Reise zur WM zu verzichten. „Da muss ich sagen, da kriege ich die Krätze“, so Hoeneß. Er hatte ursprünglich geplant, auf Einladung eines Freundes zur WM zu fliegen, doch die exorbitanten Preise haben ihn zum Umdenken bewegt.

Auf einer offiziellen Wiederverkaufsplattform der FIFA wurden kürzlich Tickets für das WM-Finale zu Preisen von fast 2,3 Millionen Dollar angeboten. Hoeneß kritisierte diese Entwicklung scharf: „Ich bin für Kommerz, aber nicht für so eine Ausuferung.“ Seiner Meinung nach könnten sich nur wohlhabende Fans aus Ländern wie China solche Preise leisten. „Ein normaler deutscher Fan fährt dafür in der Regel nicht hin“, fügte er hinzu.

Im gleichen Atemzug äußerte Hoeneß auch Bedenken hinsichtlich der deutschen Nationalmannschaft unter Trainer Julian Nagelsmann. Obwohl er die Chancen des Teams bei der WM nicht als schlecht einschätzen möchte – insbesondere aufgrund einer vermeintlich leichten Gruppe – bleibt er skeptisch bezüglich Nagelsmanns Kaderzusammenstellung. „Die deutsche Mannschaft hat noch nie zweimal hintereinander mit derselben Elf gespielt“, erklärte Hoeneß und warf dem Bundestrainer vor, keine klare Linie in seiner Aufstellung zu verfolgen.

Hoeneß vermisst entscheidende Fragen wie: Wer ist unser Mittelstürmer? Wer spielt im Tor? Diese Unsicherheiten könnten dazu führen, dass Deutschland mit einer unerfahrenen Mannschaft ins erste WM-Spiel geht. „Das funktioniert nicht“, warnte er eindringlich.

Besonders brisant ist Hoeneß‘ Aussage über Nagelsmanns Reaktion auf seine Kritik: Nach einem persönlichen Gespräch sei der Trainer „leicht beleidigt“ gewesen. Der ehemalige Weltmeister von 1974 betonte zudem die Notwendigkeit für Nagelsmann, offener gegenüber erfahrenen Persönlichkeiten im Fußball zu sein und deren Ratschläge anzunehmen.

„Ich hätte mir gewünscht, dass er sich auch einmal mit Leuten wie mir zusammensetzt“, sagte Hoeneß und verwies darauf, dass es ihm um das Wohl des Teams gehe. „Wenn er erfolgreich ist, bin ich der Erste, der ihm gratuliert“, fügte er hinzu und stellte klar: „Wenn nicht, wird es für ihn schwer.“

In dem Interview sprach Hoeneß auch über andere aktuelle Themen im Fußballgeschäft. So äußerte er sich zur möglichen Zukunft von Manuel Neuer sowie zur Rolle von Thomas Müller innerhalb des Teams. Zudem gab es Einblicke in seine Gedanken über den Trainer Vincent Kompany und dessen Arbeitsmoral.

Fazit: Uli Hoeneß bleibt ein kritischer Beobachter des Fußballs und scheut sich nicht davor zurückzuschrecken, seine Meinung offen zu äußern – sei es über Ticketpreise oder die Leistung von Trainern wie Julian Nagelsmann.

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