Trump erklärt Klimaschutzregel für ungültig: Ein Rückschritt in der Umweltpolitik

US-Präsident Donald Trump hebt eine zentrale Klimaschutzregel auf und erklärt Treibhausgase für ungefährlich – ein Schritt mit weitreichenden Folgen.

Trump erklärt Klimaschutzregel für ungültig: Ein Rückschritt in der Umweltpolitik

Februar 13, 2026

Katharina Neumann

US-Präsident hebt zentrale Klimaschutzmaßnahme auf

In einem umstrittenen Schritt hat US-Präsident Donald Trump eine der grundlegendsten Regelungen zum Klimaschutz in den Vereinigten Staaten außer Kraft gesetzt. Am Donnerstag kündigte er an, die sogenannte Gefährdungsfeststellung von 2009, die Treibhausgase als gesundheitsschädlich einstuft, für ungültig zu erklären. Diese Entscheidung könnte weitreichende Folgen für die amerikanische Umweltpolitik und die Gesundheit der Bevölkerung haben.

Die Aufhebung dieser Regelung betrifft nicht nur die rechtlichen Grundlagen für den Kohlendioxid-Ausstoß von Fahrzeugen, sondern auch Vorschriften für Gas- und Kohlekraftwerke. Trump bezeichnete diesen Schritt als „größte Deregulierung“ in der Geschichte der USA und kritisierte die Vorgaben seines Vorgängers Barack Obama als schädlich für die Wirtschaft und Verbraucher. Er argumentierte, dass diese Regelungen insbesondere die amerikanische Autoindustrie belastet hätten und zu steigenden Preisen geführt hätten.

Umweltaktivisten und Wissenschaftler zeigen sich besorgt über Trumps Entscheidung. Die Gefährdungsfeststellung bildet das Fundament vieler Klimaregulierungen unter dem US-Luftreinhaltegesetz, das darauf abzielt, gefährliche Emissionen zu reduzieren und somit den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Diese Regelung ist entscheidend zur Bekämpfung von extremen Wetterereignissen wie Überschwemmungen, Hitzewellen und Waldbränden, die in den letzten Jahren zugenommen haben.

Zusätzlich zu Trumps Ankündigung hat die US-Umweltbehörde EPA angekündigt, eine unter Trumps Vorgänger Joe Biden beschlossene Beschränkung der Treibhausgasemissionen von Autos um zwei Jahre zu verschieben. Dies könnte bedeuten, dass weniger strenge Abgasstandards in Kraft treten könnten, was wiederum negative Auswirkungen auf Luftqualität und öffentliche Gesundheit haben könnte.

Trump hat sich wiederholt kritisch über den Klimaschutz geäußert und ihn als „größten Betrug“ bezeichnet. Mit seiner aktuellen Entscheidung setzt er einen klaren Kurswechsel in der amerikanischen Umweltpolitik durch, der sowohl nationale als auch internationale Reaktionen hervorrufen dürfte. Während einige Wirtschaftsvertreter seine Deregulierungspolitik unterstützen, warnen Umweltschützer vor den langfristigen Konsequenzen einer solchen Politik.

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